Jahresbericht 2020

Nicht nur allgemein, sondern auch für Hilf dem Tier im speziellen war 2020 ein aussergewöhnliches Jahr. Im Januar haben wir den Vereinssitz gewechselt und die Handelsbewilligung musste neu beantragt werden. Nach monatelangem nervenaufreibendem Papierkrieg war es endlich soweit: Ab 01. August waren wir wieder im Besitz einer gültigen Handelsbewilligung. In der Folge fanden 2020 noch fünf Transporte aus der Slowakei mit insgesamt 71 Hunden und 37 Katzen statt. Vor Ort konnten wir die Tierschützer beim Kauf von Hundehütten und Futter unterstützen. Wir haben auch einen gewichtigen finanziellen Beitrag geleistet, dass der Shelter Kapusany Strom im Tierheim installieren konnte. Im Tierheim Lucenec haben wir das Einrichten eines Katzenzimmers ermöglicht und in Hurbanova die Behandlungskosten der an Parvovirose erkrankten Welpen übernommen. Vier von Ihnen haben überlebt. Im Weiteren haben wir unseren Partnerverein Amis des Chats beim Bekämpfen des Katzenelends im Elsass mit Kastrationen, Futter und medizinischen Behandlungen unterstützt. Leider konnte noch immer kein geeigneter Raum oder Haus gefunden werden um einen eigenen Behandlungsraum einzurichten. Dies würde die Kastrationsund Tierarztkosten erheblich senken. Erfreulicherweise erhielten wir im Kanton Aargau die Chance uns an einer Tierpension zu beteiligen. Dort haben wir die Möglichkeit bis zu fünf Hunde und Katzen unterzubringen. All dies konnte nur dank Ihrer aktiven und/oder passiven Hilfe realisiert werden. Tierschutz braucht viele, viele ehrenamtliche Arbeitsstunden und leider auch viel Geld.

Spendenaufruf
Leider haben einige Hunde aus der Slowakei mit Herzwürmern zu kämpfen. Der Herzwurm ( Dirofilaria immitis) wird durch etliche Arten von Stechmücken übertragen. Er siedelt sich im Herz und der Lunge an und gibt seine Larven in den Blutkreislauf ab. Da diese kleinere Blutgefässe verstopfen,  kommt es zu einer mangelnden Sauerstoffversorgung von Lunge, Leber und Niere. Ein Herzwurmbefall kann also nicht zur zu Herzversagen, sondern auch zu tödlichen Funktionsstörungen anderer Organe führen.  Vor einer Einreise in die Schweiz werden die Hunde auf Herzwürmer getestet und die Adoptanten entsprechend informiert. Ist der Herzwurmtest positiv, wird in der Schweiz ein zweiter Test durchgeführt. Zeigt dieser ebenfalls einen Herzwurmbefall an, muss eine langwierige und teure Behandlung begonnen werden: Im ersten Monat erhält die Fellnase jeden Tag Tabletten (Doxycyclin). Danach wird das erste Mal das Herzwurmmedikament gespritzt (Immiticide). Einen Monat später folgen die 2. und 3. Spritze. Dazwischen muss gewährleistet sein, dass der Hund strikt ruhig gehalten wird. Dies weil durch das Abschwemmen der Würmer, eine Thrombosegefahr für den Hund besteht. Danach wird für mögliche letzte Larven Milbenmax/Moxiclear o.ä. gegeben und nach 3 bis 6 Monaten noch einmal beim Tierarzt getestet, ob noch Herzwürmer vorhanden sind. Erst dann ist der Prozess abgeschlossen. Danach sind die Hunde vollständig gesund und bekommen auch keine Herzwürmer mehr. Die Behandlung (Medikamente+Tierarztkosten) ist sehr teuer und wird vollständig vom Verein übernommen. Die Kosten pro Hund belaufen sich auf ca. Fr. 1'500.00 bis Fr. 2'000.00 (je nach Grösse und Gewicht). Dies vor allem aufgrund des teuren Medikaments Immiticide. Im Moment sind 14 (!) Hunde in Behandlung. Wir wussten schon im Voraus, dass es teuer wird. Trotzdem kommen wir langsam an unsere Grenzen mit diesen oder möglichen weiteren Behandlungen. Wären die Hunde jedoch in der Slowakei geblieben, wären sie heute vermutlich schon tot. In der Slowakei können die Hunde mit Herzwürmer nicht behandelt werden, da die nötigen Medikamente nicht zugelassen sind.  Die Fr. 10'000.00 wären für uns und die Hunde eine RIESENGROSSE Hilfe, auch wenn es nicht die gesamten Auslagen deckt.  Vielen DANK schon im Voraus, an jede einzelne Spende! Dadurch können weiterhin Herwurmbehandlungen durchgeführt und Leben gerettet werden.   
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