Mittwoch, 6. Juni 2018

Jahresbericht 2017

 

Eigentlich hatte das Jahr so gut begonnen. Wir reisten im Februar nach Rumänien in das kleine Dorf Faurei zu Gesprächen mit den Behörden. Mit ihnen zusammen planten wir den Ausbau des Shelters, um die Lebensbedingungen der Tiere vor Ort zu verbessern, ebenso Kastraktionsaktionen für Besitzerhunde, um das Übel an der Wurzel zu packen. Mit diesen Massnahmen hätten wir in zirka fünf Jahren erreicht, dass keine Hunde mehr auf den Strassen des Dorfes Faurei leben. Alles war so positiv und wir freuten uns.

 

Doch zwei Monate später war alles ganz anders. Die Behörden wollten den Shelter ab sofort schliessen und alle Hunde töten. Wir konnten erreichen, dass das Tierheim noch bis Ende Juli offen blieb, mussten aber sämtliche Kosten für den Betrieb mit damals noch 170 Hunden übernehmen.

 

Ein Wettlauf mit der Zeit begann. Wir suchten überall Unterstützung in Form von Unterbringungsmöglichkeiten für Hunde und in Form von Geld. Erschwerend kam noch hinzu, dass wir genau in dieser Zeit unsere Handelsbewilligung erneuern mussten. Da die für uns zuständige Tierärztin, welche uns kannte und mit der wir immer problemlos zusammengearbeitet hatten, nicht mehr im Veterinäramt tätig war, kam es zu massiven Komplikationen, was uns zusätzlich enorme Ressourcen kostete: Die Zeit drängte und wir mussten unzählige Unterlagen erstellen und ans Veterinäramt senden, um diese Bewilligung zu erhalten. Die Situation war zum verzweifeln. Doch schlussendlich gelang es uns in den verbleibenden zwei Monaten alle Hunde aus Faurei zu evakuieren, einen Teil in die Schweiz und einen Teil nach Deutschland, vierzig sehr scheue und traumatisierte Hunde nahm eine rumänische Tierschützerin auf.

 

Aber unser Verein war finanziell ruiniert, kamen nun in den nächsten Monaten noch enorme Kosten für tierärztliche Behandlungen auf uns zu. Der grösste Teil der Hündinnen aus Faurei war von dem rumänischen Shelter-Tierarzt unsachgemäss kastriert worden und wir mussten die meisten nachkastrieren lassen. Wir haben das alles nur geschafft dank den vielen Menschen, welche uns finanziell unterstützt haben. Dies hat uns auch motiviert den Verein am Leben zu erhalten, obwohl wir in diesem Jahr zeitlich und psychisch  an unsere Grenzen und darüber hinaus gekommen sind.

 

Gegen Ende des Jahres schlossen wir uns mit dem deutschen Verein „Herz für Streuner“ zusammen, welcher die Shelter von Bistrita und Baia Mare unterstützt. Nach fünf Monaten Transportunterbruch konnten am 08. Dezember 2017 die ersten Hunde aus Bistrita und Baia Mare in die Schweiz reisen. Es war ein grossartiger Transport, sowohl vom Charakter als auch von der Gesundheit der Hunde und so endete das Jahr für unseren Verein doch noch positiv und mit guten Aussichten für 2018.

 

Im Ganzen kamen im Jahr 2017 106 Hunde aus Rumänien in die Schweiz und 256 Katzen aus dem Jura haben durch uns ein Zuhause gefunden.

 

Rufus
Geimpft
Gechippt
Kastriert
Notfall
RUFUS – ca. 4 Jahre Bistrita, Rumänien. Rufus lebte lange an der Kette im öffentlichen Tierheim von Baia Mare. Er befand sich in einem Teufelskreis. Er hatte einen Besitzer, der ihn abgegeben hat. Auch dort lebte er an der Kette und war selbstverständlich oft frustriert. Das ist kein schönes Leben für einen Hund. Und es ist offensichtlich, dass Rufus in seinem Leben schon viel Hunger gehabt hat, der nicht gestillt wurde. Er ist klapperdürr und jede einzelne Rippe ist zu sehen. Daher wurde der schöne Rüde auch sicher ab und zu mal ungemütlich und gilt daher als unverträglich. Leider schätzen die Rumänen sein Verhalten völlig falsch ein…. Wir konnten Rufus von der Kette befreien und in das private Tierheim Tora umsetzen lassen. Hier hat er aber leider auch nur einen kleineren Zwinger und muss draußen leben. Aber er genießt sein Leben ohne Kette. Rufus geht schon gut an der Leine spazieren und zeigt sich als sehr verkuschelt und freundlich anderen gegenüber. Auch ein bisschen zugenommen hat er glücklicherweise schon. Mit anderen Hunden ist er verträglich. Rufus wird auf etwa 4 Jahre geschätzt und ist ein Malinois-Mix. Er braucht viel Auslastung und Beschäftigung, aber auch Menschen die sich um ihn sorgen, ihm Streicheleinheiten und vor allem auch regelmäßige Mahlzeiten schenken. All das kennt er nicht und vermisst es schmerzlich. Rufus ist in einem artgerechtem Zuhause sicher ein eher anspruchsvoller Rüde. Malinois gelten als gelehrige, fleißige aber auch wachsame Hunde. Es ist also unumgänglich, mit Rufus zu trainieren und ihm mit liebevoller Konsequenz dieses neue Leben beizubringen. Rufus möchte sowohl körperlich als auch mit Nasen- und Denkspielchen ausgelastet werden. Er ist ca. 60 – 65 cm groß. Für Rufus wäre ein Zuhause mit wenig Bezugspersonen und ohne andere Hunde perfekt. Für Rufus suchen wir ein erfahrenes Zuhause, das ihm die nötige Souveränität und Sicherheit gibt, die er benötigt. Rufus ist ein großer Rüde, der sicher auch mal stürmisch sein kann. Daher sollten Kinder in jedem Fall älter, standfest und vernünfigt sein. Für Rufus wäre ein Zuhause mit wenig Bezugspersonen und ohne andere Hunde perfekt. Rufus vereinnahmt seine Bezugsperson sehr und würde einen Zweithund daher wahrscheinlich eher nicht akzeptieren. Unser Rufus ist kastriert, gechipt, geimpf, entwurmt und entfloht. Er besitzt seinen EU-Heimtierausweis und wird nur nach positiver Vorkontrolle gegen eine Schutzgebühr vermittelt. Rufus ist ausreisefertig und kann jederzeit in sein neues Zuhause ziehen.  Rufus wird nur durch eine direkt Adoption vermittelt. Wer schenkt Rufus endlich ein artgerechtes Zuhause?
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